Johann (5) v.Glauburg
* Frankfurt, Main 9.6.1503, † Frankfurt, Main 22.10.1571, ▭ 24.10.1571.
Mitglied in Patriziergesellschaft: Alten Limpurg
Mitgliedschaftsstatus: Bis zum Tode
Biographische Information
* Frankfurt, Main 9.6.1503, † Frankfurt, Main 22.10.1571, ▭ 24.10.1571. stud. Wittenberg, 1527 Ratsherr, 1532 Schöffe, 1535 mit Philipp Fürstenberger Gesandter beim Schmalkaldischen Bund (Anschluß Frankfurts an den Bund), 1539 Gesandter auf dem Bundestag des Schmalkaldischen Bundes zu Frankfurt, 1541 auf dem zu Regensburg (erwirkt hier das kaiserl. Privileg, das die Ablösung der Ewigen Zinsen gestattet und damit die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt fördert), seit 1541 Pfleger des Hospitals zum Hl. Geist, 1537, 1542, 1547, 1552 und 1563 Älterer Bürgermeister, unterstützt die Einführung der Reformation in Frankfurt und bewirkt 1542 als Pfleger des Weißfrauenklosters dessen Säkularisierung. "In Krieg und Frieden stets auf der Wacht, ein Patrizier von echtem Schrot und Korn, dem das Wohl der Vaterstadt stets über das eigene ging" (Grabschrift in der Peterskirche) [1]
Ehepartner
Anna v.Knobloch
Fußnoten
[1] : ADB, 49. Band (1904) S. 380. -- Franz Lerner, in: NDB, 6. Band (1964). -- FB I, S. 251f. -- Frankfurt in der Zeitepoche, in die Glauburgs Wirken fällt, wird mit vielen Nennungen Glauburgs geschildert von Sigrid Jahns, Frankfurt, Reformation und Schmalkaldischer Bund. Die Reformations-, Reichs- und Bündnispolitik der Reichsstadt Frankfurt am Main 1525-1536 (Frankfurt 1976) sowie Irene Haas, Reformation - Konfession - Tradition. Frankfurt am Main im Schmalkaldischen Bund 1536-1547 (Frankfurt 1991). -- Über die Zerstörung der Glauburger Öde während der Belagerung Frankfurts 1552 gibt es eine eigenhändige Aufzeichnung Johanns v. Glauburg: "Den 19. Jul. haben sie meine burg und geliebte vatterliche wohnung, Bornburg genant, welche ich meinem stamm zu eheren mit bauen hochlich gepessert, neben herrn Justiniani von Holzhausen und der Stalburger öden, ganz in grund und boden abgebrent, die weingarten und nebenguther mit ihren pferden und volk heftig verderbt, dermaßen, daß sie mir für etliche tausend gülden schaden zugefugt." Rudolf Jung, Frankfurter Chroniken und annalistische Aufzeichnungen der Reformationszeit (Ffm. 1888) S. 593, Anm. 3. -- Gemälde von Johann und Anna v. Glauburg von Conrad Faber von Creuznach, 1545, in der Berliner Gemäldegalerie, abgebildet bei W. Brücker, 1963, Nr. 38 u. 39, Abb. 39 und 40.
PID
72004089