Justina Catharina Steffan v.Cronstetten
* Frankfurt, Main, ~ 28.1.1677, † Frankfurt, Main 20.9.1766, ▭ in der Cronstettenkapelle der Barfüßerkirche 23.9.1766.
Mitglied in Patriziergesellschaft: Alten Limpurg
Mitgliedschaftsstatus: Bis zum Tode
Biographische Information
* Frankfurt, Main, ~ 28.1.1677, † Frankfurt, Main 20.9.1766, ▭ in der Cronstettenkapelle der Barfüßerkirche 23.9.1766. (seit 1786 auf dem Peterskirchhof) Letzte des Geschlechts, Stifterin des "Steffan v. Cronstett- und v. Hynspergischen adeligen evangelischen Damenstifts". "Gottes Ehre und des Nächsten Nutzen" sollte die "Steffan v. Cronstett- und v. Hynspergische adelige evangelische Stiftung" befördern und zugleich die Namen der beiden Familien, aus welchen die Stifterin entsprossen "und welche seit einigen Jahrhunderten allhier in gutem Ansehen gestanden, auch fernerhin zu Frankfurt bei einem Hochlöblichen Rat und der Bürgerschaft in gutem Andenken erhalten". Drei Administratoren aus der Ganerbschaft Alten-Limpurg sollten die Stiftung verwalten. Die Stiftung sollte zwölf Stiftsdamen aus Limpurger Familien eine standesgemäße Unterkunft bieten. Das Stift war bis 1864 im alten Kranichhof untergebracht, der dann einem Neubau (1869) weichen mußte. Beim Durchbruch der Kaiserstraße wurde auch dieser abgerissen und ein neues Stiftsgebäude in der Lindenstraße errichtet, das 1896 bezogen wurde. Heute betreibt die Cronstetten-Stiftung kein Stift mehr, sondern ist gemeinnützig tätig, vor allem in der Altenpflege und anderen sozialen Feldern, seit einigen Jahren werden auch kulturelle Institutionen unterstützt. Sie gehört gegenwärtig zu den größten selbständigen Stiftungen in Frankfurt [1]
Fußnoten
[1] : Kurt Gustav Kaftan, Das Leben für Justine (Ffm. 1941, Horb 1948). -- Franz Lerner, Die Frankfurter Patriziergesellschaft Alten-Limpurg und ihre Stiftungen (Ffm. 1952) S. 99-108. -- 225 Jahre Cronstett- und Hynspergische Evangelische Stiftung zu Frankfurt am Main (2. ergänzte Auflage, Frankfurt 1998), darin ein historischer Rückblick von Hans Körner. -- FB II, S. 418. -- Hansert u. a. 2000, S. 147ff. -- Andreas Hansert, Die Stellung der Frau im Frankfurter Patriziat, in: Frauen in der Stadt. Frankfurt im 18. Jahrhundert, hg. v. Gisela Engel, Ursula Kern und Heide Wunder (Königstein/Ts. 2002) S. 219ff. (dieser Aufsatz auch im Limpurger-Brief 2002, bes. S. 16ff.)
PID
72004781